{"id":1456,"date":"2009-08-10T15:45:09","date_gmt":"2009-08-10T13:45:09","guid":{"rendered":"http:\/\/www.pudelzucht-jakob.de\/pudelzucht\/?page_id=1456"},"modified":"2009-08-12T13:35:48","modified_gmt":"2009-08-12T11:35:48","slug":"belastung-im-agility","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/www.pudelzucht-jakob.de\/pudelzucht\/hundesport\/belastung-im-agility\/","title":{"rendered":"Belastung im Agility"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: left;\"><strong><em>Belastung im Agility<\/em> <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong><\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Einleitung zum Thema und and Autoren<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Thema<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Agility ist ein relativ junger Sport. Die Hindernisse sind in einer Zeit entwickelt worden, als die Hunde die Parcours noch nicht so schnell absolvierten. Die Hindernisse sind gleich geblieben, aber der Sport ist viel schneller geworden. Die Belastung auf den Hund hat wegen dem auch zugenommen, somit auch eine gr\u00f6ssere M\u00f6glichkeit auf Verletzungen. Die Gefahr von Verletzungen kann nur auftreten, wenn der Hund einer Ueberbelastung auf ein oder mehrere K\u00f6rperteile (K\u00f6rperstrukturen) ausgesetzt ist. Es ist klar, dass im Agility der Hund einer erh\u00f6hten Belastung (im Vergleich mit einem Familienhund) auf Strukturen des K\u00f6rpers ausgesetzt ist, aber, wann ist der Hund einer Ueberbelastung der Strukturen ausgesetzt??<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Bis 1995 hat es nicht einen Untersuch gegeben, der die Belastung des Hundes im Agility, oder sogar die Belastung, die die Verletzungsgefahr vergr\u00f6ssert, angeschaut hat.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Diese Artikel-Serie basiert auf dem Vortrag von Dr. H.C. Schamhardt, ein veterin\u00e4r orientierten Biomechaniker der Veterin\u00e4re Fakult\u00e4t der Universit\u00e4t Utrecht in die Niederl\u00e4nden, mit Zus\u00e4tzen aus der physiotherapeutischen und veterin\u00e4ren Ausbildung der Autoren und ihren Erfahrungen aus dem Agility. Der Vortrag war ein Teil von eine Konferenz &#8222;Verletzungen im Agility&#8220; am 7. Dezember 1995. Dieser Konferenz war organisiert von Band, das Freundeskreis Agility in die Niederl\u00e4nden<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Anhand von Videobildern ist nach m\u00f6glichen risikoreichen Belastungen im Agility geschaut worden. Diese risikoreichen Belastungen haben Aukje Swarte und Ronald Mouwen mit Bildern (urspr\u00fcnglich Dias) genau visualisiert.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><em>Autoren<\/em><br \/>\nAukje SwarteDit e-mail adres is beschermd door spambots, u heeft Javascript nodig om dit onderdeel te kunnen bekijken , Veterinar, agility Trainer und Handler<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Marco MouwenDit e-mail adres is beschermd door spambots, u heeft Javascript nodig om dit onderdeel te kunnen bekijken , (<a href=\"http:\/\/www.mouwen.ch\">http:\/\/www.mouwen.ch<\/a>) Physiotherapeut, agility Trainer und Handler, Welmeister 1997<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Ronald MouwenDit e-mail adres is beschermd door spambots, u heeft Javascript nodig om dit onderdeel te kunnen bekijken , (<a href=\"http:\/\/www.mouwen.nl\">http:\/\/www.mouwen.nl<\/a>) Veterinar, agility Trainer und Handler<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Anatomie &amp; Biomechanik<\/strong>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<br \/>\nBevor wir die m\u00f6glichen Belastungsgefahren anschauen, m\u00fcssen wir erst die K\u00f6rperteile des Hundes kennen (Anatomie), die im Agility eine wichtige Rolle spielen und wissen, was sie machen (Biomechanik). Die Strukturen bei welchen die meisten Verletzungen auftreten, scheinen die Gelenke, Gelenksb\u00e4nder und Sehnen zu sein. Muskelverletzungen gibt es auch, aber meistens nachdem der Hund ungl\u00fccklich ausgerutscht ist; w\u00e4hrend einer Landung oder beim Abstoss. Wir werden uns deshalb mit den passiven Strukturen (Gelenk, Gelenksb\u00e4nder und Sehnen) befassen.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><em>R\u00fcckhand<\/em><br \/>\nDie R\u00fcckhand setzt sich zusammen aus Becken, Oberschenkel, Unterschenkel und Fuss. Das H\u00fcftgelenk ist ein Kugelgelenk; ein sehr stabiles Gelenk. Das Becken und die Oberschenkel sind die beide Gelenkspartner. Bewegungsausmass dreidimensional (in drei Ebenen) m\u00f6glich. Der Oberschenkel hat am anderen Ende das Kniegelenk. Das Kniegelenk hat drei Gelenkspartner, Oberschenkel, Schienbein und Kniescheibe. Das Gelenk kann man in zwei Gelenke aufteilen. Oberschenkel-Unterschenkel und Oberschenkel-Kniescheibe, mit ihren eigenen biomechanischen Funktionen.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Die Kniescheibe ist ein Sesambein und hat die wichtige Funktion, die Hebelwirkung des Kniestreckers zu erh\u00f6hen (indem sie die Distanz zum Drehpunkt vergr\u00f6ssert) zu erh\u00f6hen. Anders ausgedr\u00fcckt; Wegen dem Sesambein (Kniescheibe), braucht der Kniestrecker weniger Kraft zu entwickeln um die gleiche Hebelwirkung zu erzeugen( Hebelwirkung = Kraft x Distanz zum Drehpunkt).<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Das Gelenksteil zwischen Oberschenkel und Unterschenkel hat neben der grossen Beuge\/Streckungs-bewegungsm\u00f6glichkeit auch eine kleine Drehm\u00f6glichkeit. Dieses Gelenk ist sehr kompliziert aufgebaut. Kreuzb\u00e4nder (in der Mitte des Gelenks) und Seitenb\u00e4nder unterst\u00fctzen die Stabilit\u00e4t. Die beiden Menisci (knorpelartige halbmondf\u00f6rmige Strukturen) vergr\u00f6ssern die Auflagefl\u00e4che zwischen Oberschenkel und Schienbein und bewirken somit eine kleinere Belastung\/cm2.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Der Unterschenkel hat zwei Knochen; Schienbein und Wadenbein (kein Gelenkspartner des Kniegelenks). Diese laufen parallel (Schienbein an Innen- und Wadenbein an Aussen-Seite) zwischen Knie und Fuss. Der Fuss beginnt beim oberen Spunggelenk, verl\u00e4uft \u00fcber die Fusswurzelknochen \u00fcber 4 Strahlen in die Zehen.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Die wichtigste Funktion der R\u00fcckhand ist die Entwicklung der Schubkraft; Vorw\u00e4rtsbewegung. Die R\u00fcckhand ist eigentlich der Motor der Vierbeiner.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Die wichtigsten Muskeln f\u00fcr den Antrieb sind die \u201eSchinkenmuskeln\u201c (hinten am Oberschenkel) und Wadenmuskeln. Sie entwickeln durch ihre Lage im K\u00f6rper die meiste Kraft, um das Bein nach hinten (K\u00f6rper nach vorne) zu bewegen. Die Kraft f\u00fcr den Abstoss f\u00fcr einen Sprung (H\u00fcrde oder Schr\u00e4gwand) wird zum Grossenteil von der R\u00fcckhand aus entwickelt.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><em>Vorderhand<\/em><br \/>\nDie Vorderhand bildet sich von Schulterblatt \u00fcber den Oberarm, Unterarm und Hand. Das Schulterblatt hat keine kn\u00f6cherne, gelenkige Verbindung mit der Wirbels\u00e4ule oder dem Brustkorb. Die biomechanische Kraft\u00fcbertragung findet haupts\u00e4chlich \u00fcber Muskelverbindungen statt. Muskeln mit Ursprung an Rippen und Brustbein und Ans\u00e4tzen am Schulterblatt und Oberarm haben die Funktion, den K\u00f6rper (Brustkorb) zwischen den Vordergliedern aufzuh\u00e4ngen. Auf diese wichtige Aufgabe kommen wir sp\u00e4ter mehrmals zur\u00fcck. Das Schulterblatt liegt auf den Rippen und hat einen individuel unterschiedlichen Winkel von ca 40\u00b0 (von hinten oben nach vorne unten) mit der Vertikalen. Das Schultergelenk ist ein relativ instabiles Kugelgelenk mit 3-dimensionalen Bewegungsm\u00f6glichkeiten. Die Stabilit\u00e4t wird gew\u00e4hrleistet von Muskeln, die wie Seitenb\u00e4nder (Z\u00fcgel) das Schultergelenk stabilisieren.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Das Ellbogengelenk ist ein Gelenk das drei Gelenkspartner hat und eigentlich biomechanisch zwei funktionelle Gelenke. Der obere Gelenkspartner ist der Oberarm und der untere Partner sind die Elle und Speiche. Funktionel bilden der Oberarm und Elle\/Speiche ein Art Scharniergelenk (Beugung\/Streckung) und die Elle und Speiche ohne funktionelle Beteiligung des Oberarms ein Drehgelenk. Die Speiche dreht sich um die Elle und gibt somit eine kleine Drehm\u00f6glickeit des Vorder-Armes und Fusses (Hand). Ueber diese Funktion sprechen wir noch im Zusammenhang mit dem Slalom.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Das wichtigste funktionelle Element des Fusses (im vorderen Gliedmass) ist die Art wie die Muskeln des Fusses angelegt sind. Der Muskelbauch (aktive Struktur eines Muskels) befindet sich nahe am Ellbogen-Gelenk und die Sehne (passive Strukturen) l\u00e4uft zum Teil in der Sehnenscheide (als Schutz) \u00fcber viele Gelenke bis in die Zehen-Spitze. Diese passiven Strukturen haben neben der Uebertragung der Muskelkraft die wichtige Funktion, die kinetische Energie, die freikommt bei einer Landung (Sprung oder Galoppieren) auf die Vorderhand, in elastisch Energie umzuwandeln und somit die Energie zu absorbieren. Diese Funktion werden wir sp\u00e4ter besprechen im Zusammenhang mit der Landung und den Kontaktzonen.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Eine andere wichtige Struktur am Vorderfuss (Hand) ist das Fettkissen (Handballen). Dieses Kissen hat die Funktion, bei der Reibung (Kontakt bei der Landung), die tiefer gelegenen Strukturen (Sehne, Sehnescheide) zu sch\u00fctzen.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><em>R\u00fccken<\/em><br \/>\nDer R\u00fccken ist in verschiedene Abschnitte aufgeteilt. Die Brustwirbels\u00e4ule (BWS) hat 13 Wirbel und bildet zusammen mit den Rippen und dem Brustbein den Brustkorb.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Die Halswirbels\u00e4ule (HWS), befindet sich zwischen BWS und Kopf, hat 7 Wirbel. Das Kreuzbein (3 zusammengewachsene Wirbel) formt zusammen mit beiden Darmbeinen (Beckenschaufeln), beiden Sitzbeinen und den beiden Schambeinen (knorpelige Verbindung) den Beckenring.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Zwischen dem Kreuzbein und BWS bilden 7 Wirbel die Lendenwirbels\u00e4ule (LWS). Ganz hinten hat der Schwanz, abh\u00e4ngig von Rasse und anderen Einwirkungen (kupieren!!)\u00b8zwischen 6 (oder noch weniger!) und 20 Wirbel. Die HWS hat sehr grosse Bewegungsausmasse, v.a. Drehung und Seitneigung und gibt so die M\u00f6glichkeit, den Kopf in alle Richtungen zu bewegen. Der BWS hat wichtigen Funktionen: Atembewegung (zusammen mit den Rippen und Brustbein ), Schutz der wichtigen Organe, Lungen und Herz, und biomechanisch die muskul\u00e4re Uebertragung der Kr\u00e4fte K\u00f6rper&lt;=&gt; Vorderglieder (Aufh\u00e4ngung des K\u00f6rpers zwischen beiden Vordergliedern). Somit sind die Bewegungsausmasse der BWS nicht sehr \u00fcberw\u00e4ltigend.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Die LWS hat gute Bewegungsm\u00f6glichkeiten in Beuge\/Streck-Richtung und Seitneigung. Die wichtigste Funktion ist die Uebertragung der Schubkraft der R\u00fcckhand in den K\u00f6rper.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Die Biomechanik des Bewegungsapparates<\/strong><br \/>\nDer Untersuch der Biomechanik ist vorallem gemacht worden mit Pferden und scheinbar kann man das Springen von Pferden und Hunden in gewissem Masse vergleichen. Die Frage am Anfang war, warum Verletzungen im Agility auftreten. Es wird interessanter sein, zu fragen, warum es eigentlich noch so oft ohne Probleme\/Verletzungen geht, obwohl die Bewegungen (Abl\u00e4ufe) so widernat\u00fcrlich sind.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Belastung und \u00dcberbelastung<br \/>\n<\/strong>Verletzungen entstehen aus Ueberbelastung. Ueberbelastung ist eine Belastung die die Belastbarkeit \u00fcberschritten hat. Diese \u00dcberbelastung kann verursacht werden durch:<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Eine zu hohe Kraft auf einen Teil der Struktur, wobei die maximale Belastbarkeit der Struktur \u00fcberschritten wird.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Eine andere M\u00f6glichkeit einer \u00dcberbelastung kann auftreten, wenn eine funktionelle Belastung (innerhalb der Belastbarkeit) zu oft wiederholt wird und somit die Belastbarkeit \u00fcberschritten wird.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Die belastenden Kr\u00e4fte, die eine \u00dcberbelastung verursachen k\u00f6nnen sind:<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Muskelkraft (n\u00f6tig f\u00fcr die Bewegung)<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Stossbelastung beim Landen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Unerwartete Bewegungen.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Zeitspanne einer Belastung<br \/>\nDer Belastung wird wie folgend zusammengestellt: Leistung(Belastung) = Kraft x Zeit. Die Kraft kann gr\u00f6sser sein wenn die Zeitdauer (wie lang die Strukturen der Kraft ausgesetzt sind) k\u00fcrzer ist. Die Kraft muss niedriger sein, wenn eine Kraft lang auf die Strukturen einwirkt.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Schauen wir uns zum Beispiel einen Sprung \u00fcber eine H\u00fcrde an. Abstoss und Landung verlangen eine gleiche Leistung (=Belastung). Der Abstoss, um die Bewegungsenergie zu erzeugen und die Landung, um diese Bewegungsenergie wieder zu absorbieren(bremsen). Der Abstoss geht \u00fcber eine lange Zeitspanne, d.h. ergibt eine nicht so hohe Kraft auf die Abstossglieder(R\u00fcckhand). Die Landung verl\u00e4uft viel schneller; d.h.die Kr\u00e4fte auf die Vorderglieder sind entsprechend h\u00f6her.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Bei einer Landung nach einem Galoppsprung entspricht die Kraft, der das Landungsbein ausgesetzt ist, ungef\u00e4hr dem Doppelten-K\u00f6rpergewicht, w\u00e4hrend gleichzeitig auf den Gelenken des Landungsbeines die Kraft ca. dem f\u00fcnffachen des K\u00f6rpergewicht entspricht. Die Geschwindigkeit und im kleineren Ausmass die Masse des Tieres spielen eine grosse Rolle. Die Bewegungsenergie (Formel aus der Physik: \u00bd mv2 \/ m=Masse,v=Geschwindigkeit)die das Landungsbein absorbieren muss, nimmt liniear zu, wenn die Masse zunimmt. Eine Zunahme der Geschwindigkeit hat eine quadratische Zunahme der Bewegungsenergie zur Folge.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Es ist nicht zu erruieren, ob eine bestimmte Bewegung oder ein bestimmtes Hindernis \u00dcberbelastung zur Folge hat. Meistens geht etwas kaput, weil die Belastung zu oft wiederholt wird, zu hoch ist oder die Zeit (wie lang die Struktur der Belastung ausgesetzt ist) zu lang ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><em>Die Koordination der Bewegungen<\/em><br \/>\nUm die Belastungen einer Sportart (Agility) gut zu widerstehen, \u00dcberbelastung zu vermeiden, muss der Hund seine Bewegungen im richtigen Moment, in richtiger Reihenfolge und mit richtig dosierter Kraft ausf\u00fchren (Bewegungsabl\u00e4ufe): Die Koordination der Bewegung muss richtig sein.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Eine gute Koordination der Bewegung verlangt die F\u00e4higkeit, voraus zusehen, damit man die Bewegungsablaufplanung machen kann. Sehr viel Situationen im Agility sind im voraus zu erahnen; die H\u00f6he der H\u00fcrde, die Steilheit der Schr\u00e4gwand sind klar zu erahnen. Rutschiger Teppich; ein Hund ist nach 5 Schritten an diese rutschige Unterlage gew\u00f6hnt. Diese Unterlage ist f\u00fcr den Hund 100% vorstellbar, wenn er sich an diese gew\u00f6hnt hat. Dagegen kann Gras (z.B: nasses Gras am Morgen mit Sonneneinstrahlung) rutschige und weniger rutschige Teile haben, somit nimmt die M\u00f6glichkeit, um den richtigen Griff auf solchem Gras zu ahnen, ab. Das Risiko, den falschen Bewegungsablauf zu planen, nimmt zu.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><em>Erfahrung<\/em><br \/>\nEin wichtiger Faktor, um die Bewegungsbl\u00e4ufe richtig planen zu k\u00f6nnen, ist, die verschiedenen Situationen schon mindestens einmal miterlebt zu haben, somit kann die Situation richtig eingesch\u00e4tzt werden. Nur so hat der Hund die Erfahrung, sich gut auf die Situation vorzubereiten. Distanz zwischen der Slalomstangen(50-65 cm), Rutschfestigkeit der Kontatkzonen kann ein Hund nicht von Distanz richtig einsch\u00e4tzen und erst im letzten Moment beurteilen und sein Bewegungsablauf anpassen. Durch die Erfahrung kann sich der Hund an den Spielraum (gegeben durchs Reglement und Umfeld) kurzfristig anpassen.<br \/>\n\u00a0<br \/>\n<strong>Jumping: Abstoss und Landung<\/strong>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<br \/>\nDas erste Hindernis, dass besprochen wird, ist die H\u00fcrde. Springen ist die Basis vom Agility. Die biomechanische Theorie, bei H\u00fcrde, ist unver\u00e4ndert anwendbar beim Reifen und Mauer\/Viadukt und leicht abge\u00e4ndert verwendbar beim Weitsprung und Tisch. Der Abstoss und die Landung sind die Momente eines Sprunges (Aktion einer H\u00fcrde zu bew\u00e4ltigen), wobei der Hund einer \u00dcberbelastung ausgesetzt sein kann. Nur in diese Momenten wirken Kr\u00e4fte auf den Hund, die \u00fcberbelastende Folgen haben k\u00f6nnen. Der Abstoss und die Landung rufen die gleiche Leistung beim Hund hervor, wenn man sie vergleicht. Die geleistete Energie f\u00fcr den Abstoss muss wieder absorbiert (aufgenommen) werden w\u00e4hrend der Landung.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Leistung Abstoss = Leistung Landung<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Dies sagt nichts aus \u00fcber die Belastung, der die verschiedenen K\u00f6rperteile des Hundes ausgesetzt sind. Die Belastung ist nicht nur abh\u00e4ngig von der Leistung, sondern auch von der Dauer der Leistung. Je k\u00fcrzer die Zeit, inwelcher die Leistung gebracht wird, umso gr\u00f6sser die Belastung.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Belastung = Leistung \/ Zeit<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Wir werden jetzt erst die Technik des Abstosses und des Landens eines Hundes anschauen, bevor wir die Folgerungen dieser Formuln besprechen.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><em>Technik des Abstossens<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">\nAbstoss bei Sprung des Hundes findet mehr oder weniger in folgender Reihenfolge statt:<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Einsenken der Vorderhand, des Kopfes und des Nackes<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Anheben des Kopfes<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Abstossen der Vorderhand<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Abstossen der R\u00fcckhand<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Das Einsenken der Vorderhand, wobei Kopf und Nacken des Hundes hinunter transferiert werden, kann man vergleichen mit dem Vorbereitungen eines Pferdes vor eine Sprung; mit dem Ziel eines kr\u00e4ftigen Abstossens. Das Anheben des Kopfes ist die erste Bewegung, wodurch der Hund seinen Schwerpunkt hinauf transferiert. Diese Bewegung wird, obwohl diese noch nicht vollst\u00e4ndig abgerundet ist, kurzfristig gefolgt durch den Abstoss der Vorderhand, wobei die Schulter und Ellbogengelenk gestreckt wird.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Der Abstoss der R\u00fcckhand beginnt, wenn die Vorderhand gerade den Boden nicht mehr ber\u00fchrt. Die R\u00fcckhand landet dazu in einer Stellung mit maximalen Winkeln in allen Gelenken am Boden, wonach durch Streckung des H\u00fcft-, Knie- und Sprung-Gelenkes die Aufw\u00e4rtsbewegung der Vorderhand unterst\u00fctzt wird mit einer aufw\u00e4rts- vorw\u00e4rts- Schubbewegung der R\u00fcckhand.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Das wichtigste Ziel der Bewegungen der Vorderhand liegt haupts\u00e4chlich im \u201eden K\u00f6rper in richtige Position bringen&#8220;, um die H\u00fcrde zu bew\u00e4ltigen. Der Beitrag der K\u00f6rper aufw\u00e4rts (in die Vertikale) zu transferieren ist minim. F\u00fcr die vertikale Komponente ist die Kraftanwendung der R\u00fcckhand zust\u00e4ndig.Das ganze Muster der Bewegungen beim Abstossen ist relativ lang; sicher im Vergleich mit dem Bewegungsmuster der Landung.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><em>Technik der Landung<\/em><br \/>\nDie Landung kann man in zwei Phasen unterteilen, die direkt aufeinander folgen. Die Phase bevor der Hund Kontakt mit dem Boden hat und die Phase ab dem Moment, wo der Kontakt mit den Boden hergestellt ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Phase bevor der Hund Boden-Kontakt hat:<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Strecken von Schulter und Ellbogen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Kopf anheben<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Bevor der Hund Boden-Kontakt hat, versucht er sich, so gut wie m\u00f6glich, auf die Landung vorzubereiten. Das Ziel dieser Aktion ist, die Landung so effizient (Belastung sch\u00f6n verteilt) wie m\u00f6glich ablaufen zu lassen und die Zeitspanne der Landung, so lang wie m\u00f6glich auszudehnen. Zum erreichen dieses Zieles, streckt der Hund seine Vorderhand, damit der Kontakt mit dem Boden so schnell wie m\u00f6glich hergestellt ist. Weiter wird der Kopf so hoch wie m\u00f6glich getragen, damit der Hund eine m\u00f6glichst grosse Abw\u00e4rts-bewegung mit den Kopf machen kann, sobald Kontakt mit der Boden hergestellt ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Phase ab wo der Hund Kontakt mit den Boden hat.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Beugen Schulter und Ellbogen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">\u00dcberstrecken Handgelenk<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Kopf hinunter bewegen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Sobald der Hund Kontakt mit den Boden hat, werden die oberen Gelenke (Schulter- und Ellbogengelenk) gebogen und der Brustkorb wird zwischen beiden Schulterbl\u00e4tter-Oberarmen aufgefangen (Brustkorb transferiert hinunter im Verh\u00e4ltnis mit den Schulterbl\u00e4tter-Oberarmen). Gleichzeitig werden die Handgelenke \u00fcberstreckt. Diese Bewegungsmuster dienen dazu, eine m\u00f6glichst gute Absorbierung des Schlag zu erreichen, damit die Energie, die bei einer Landung freikommt, soviel wie m\u00f6glich in die Muskeln und Sehnen\/B\u00e4nder aufgenommmen wird. Diese Absorbierung der kinetischen Energie wird \u00fcber eine m\u00f6glichst lange Zeitspanne verteilt. Darum wird der Kopf-Nacken auch hinunterbewogen. Die Zeitspanne der Bewegungen der Landung wird so lang wie m\u00f6glich hinausgez\u00f6gert, um die Belastung zu verringern (Belastung = Leistung : Zeit).<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Die Koordination diese Bewegungsmuster muss stimmen. Nur wenn die Bewegungen im richtigen Moment und in der richtigen Reihenfolge stattfindet, kann der K\u00f6rper die Energieaufnahme auf eine Zeitspanne verteilen und somit die Belastung verringern. Sobald die Koordination igendwo gest\u00f6rt ist, die Bewegungen nicht mehr optimal ablaufen, wird die Belastung stark zunehmen. Die Landung braucht nicht so lange, im Verh\u00e4ltnis mit dem Abstoss, und belastet nur die Vorderhand, im Gegensatz zum Abstoss.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Die Belastung des\/der Vorderarme-Hand w\u00e4hrend der Landung<br \/>\nDie \u00dcberstreckung des Handgelenkes w\u00e4hrend der Landung ist eine Bewegung, bekannt aus Untersuchungen mit Pferde\/Pferdesport, die die Absorbierung der kinetischen Energie stark unterst\u00fctzt. W\u00e4hrend der \u00dcberstreckung wird ein grosser Teil der Energie in die passiven Strukturen (Sehnen\/B\u00e4nder) aufgenommen. Diese Energie kommt in gr\u00f6sseren Mengen wieder frei w\u00e4hrend des Abstosses. Vor der Zusammenarbeit mir Dr. Schamhardt war nicht bekannt, in welchem Ausmass diese \u00dcberstreckung bei einer Landung eines Hundes stattfindet.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Die Bilder, gemacht auf Grass (ca. 3 cm lang), ergaben den Eindruck, dass das Handgelenk im Grass verschwindet. Dies f\u00fchrte zur Vermutung das die ganze Hand (Fettkissen) einen kurzen Moment vollst\u00e4ndig mit dem Boden Kontakt hat. Nach Beratung von Dr. Schamhardt hat man die Aufnahme wiederholt: auf einer Gummimatte (ca. 1 cm hoch) ist der Hund wieder gesprungen, wobei die Aufnahme von einem professionellen Photografen mit spezieller Apparatur gemacht worden sind. Anhand dieser Aufnahme sieht man deutlich, dass die ganze Hand einen kurzen Moment Kontakt hat mit dem Boden.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Diese Bewegung sieht ziemlich unnat\u00fcrlich aus (als ob der Pfote gebrochen ist). Doch bei jedem Hund gibt es ein kurzen Moment in der Landung, wo dies passiert. Es ist ein ganz normaler Bewegungsablauf, der die Absorbierung der kinetischen Energie deutlich unterst\u00fctzt.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Vergleich der Belastung des Abstosses mit der Landung<br \/>\nDer Belastung w\u00e4hrend der Abstoss f\u00fcr einen Hund ist im Vergleich mit der Belastung w\u00e4hrend der Landung deutlich weniger obwohl die Leistung gleich ist (Leistung Abstoss = Leistung Landung). Der Abstoss wird von Vorderhand und R\u00fcckhand ausgef\u00fchrt, aber die Zeitspanne wielange die beide Bewegungen ausgef\u00fchrt werden ist ein viel wichtigere Faktor die die H\u00f6he der Belastung bestimmt. Der Abstoss braucht ein viel l\u00e4ngere Zeitspanne und ist somit eine geringere Belastung (Belastung = Leistung : Zeit).<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Die Landung ist somit die Bewegung, wo der Hund die gr\u00f6sste M\u00f6glichkeit hat, eine Verletzung zu bekommen. Wir werden uns jetzt haupts\u00e4chlich auf die Landung richten.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Die Verlagerung des Schwerpunktes w\u00e4hrend eines Sprunges<br \/>\nDer Schwerpunkt des Hundes liegt ca. beim Herz, ungef\u00e4hr 3 cm oberhalb und hinter dem Ellbogengelenk. F\u00fcr das Ausmass der Belastung ist es Interessant zu wissen, wie der Schwerpunkt sich verlagert w\u00e4hrend des Abstosses; im vertikaler und horizontaler Richtung.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Bei der vertikalen Verlagerung ist folgendes auffallend:<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Abstoss; die vertikale Verlagerung findet vorallem w\u00e4hrend der Abstossbewegung der Vorderhand statt.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Landung, gr\u00f6sste Verlagerung bei Bodenkontakt.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Die vertikale Verlagerung des Schwerpunktes w\u00e4hrend der Flugphase ist sehr gering (z. B.: H\u00fcrdenh\u00f6he 65 cm, ein Hund, Widerristh\u00f6he 55 cm.; ca. 5 cm. Verlagerung \/ Widerristh\u00f6he 45 cm. ca 10-15 cm.) Der Anteil der vertikale Verlagerung an der Menge kinetische Energie ist sehr klein.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Die horizontale Verlagerung des Schwerpunktes ist viel gr\u00f6sser. Der Hund stosst bei einer H\u00fcrdenh\u00f6he von 65 cm. schon 1 bis 2 m. ( u. a. abh\u00e4ngig von der Geschwindigkeit des Hundes) vor der H\u00fcrde ab und landet oft mit der gleiche Distanz hinter der H\u00fcrde. Die Geschwindigkeit, die notwendig ist, um diese zwei bis vier meter zu \u00fcberwinden, verlangt ein viel gr\u00f6ssere kinetische Energie die im Abstoss hineingebracht und in der Landung absorbiert werden muss.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Aus diesem Vergleich sieht man, dass die Belastung im Folge der H\u00f6he geringer ist, als im Folge der Geschwindigkeit. Die H\u00f6he hat ein geringeres \u00dcberbelastungs-Risiko im Vergleich zur Geschwindigkeit.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Schwierige Landungen<\/strong>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<br \/>\nSprung Technik, Belastung w\u00e4hrend springen.<br \/>\nDie wichtigsten biomechanischen Ph\u00e4nomene:<br \/>\nLeistung Abstoss = Leistung Landung<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Die Energie, freigemacht w\u00e4hrend des Abstosses, muss vom K\u00f6rper wieder absorbiert werden bei der Landung.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Belastung = Leistung : Zeit<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Die Belastung, der ein K\u00f6rper ausgesetzt ist, ist abh\u00e4ngig von der Leistung und der Zeit wie lang der K\u00f6rper der Leistung ausgesetzt ist. Je k\u00fcrzer die Zeit, desto gr\u00f6sser die Belastung.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Vergleich Abstoss mit Landung<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Die Technik des Abstossens (Kopf Hoch, Abstoss Vorderhand und Abstoss R\u00fcckhand) ist \u00fcber mehrere Strukturen verteilt (Vorderhand und R\u00fcckhand)<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Die Zeitdauer wo\u00fcber der Abstoss stattfindet dauert deutlich l\u00e4nger.Landung spielt sich \u00fcber eine kleinere Zeitspanne ab, somit ist die Belastung gr\u00f6sser .<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Daraus kann man Ersehen, dass die Landung die Belastung der Sprungtechnik ist, wo eher \u00dcberbelastung auftreten kann.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Schaut man die Technik der Landung an, sieht man klar, welche Strukturen am Meisten belastet werden: Schulterg\u00fcrtel, Schulter- und Ellbogengelenke, und die H\u00e4nde (Vorderpfote). Die Schlinge, in der der Brustkorb hangt (zwischen den beiden Vordergliedmassen \/ Belastung im Agility Teil 1 und 2) und die Schulter- und Ellbogen-Gelenke funktionieren so, dass die Zeitspanne, in der die Landung stattfindet, so lang wie m\u00f6glich gemacht wird. (l\u00e4ngere Zeit = geringere Belastung)<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Das Handgelenk wird \u00fcberstreckt um:<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Die Zeitspanne der Landung zu verl\u00e4ngern.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Die Energie der Landung zu absorbieren und somit wieder verwenden zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Die Verlagerung des Schwerpunktes w\u00e4hrend eines Sprunges kann man in zwei Komponente teilen.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Vertikale Komponente: Diese findet haupts\u00e4chlich w\u00e4hrend die Abstossbewegung der Vorderhand statt (Hund hat immer noch Bodenkontakt), somit ist der Anteil an der kinetischen Energie der vertikalen Komponente sehr klein.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Horizontale Komponente: Diese ist abh\u00e4ngig von der Geschwindigkeit des Hundes und ist der gr\u00f6sste Anteil an kinetischer Energie, die ein Hund w\u00e4hrend einer Landung absorbieren muss.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Mit dieser kurzen Zusammenfassung des letzten Beitrages, m\u00f6chte ich jetzt zu den schwereren Landungen \u00fcbergehen.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Eine Landung in Kombination mit einer Drehung<br \/>\nBei einer Landung in einer geraden Linie wird ein Teil der absorbierten Energie gerade wieder verwendet. Die Energie, die nicht mehr verwendet werden kann, besteht eigentlich nur aus kinetischer Energie der vertikalen Komponente.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Bei einer Landung in einer Drehung, muss neben der Energie der vertikalen Komponente auch noch Energie der horizontalen Komponente absorbiert werden. Neben der kinetischen Energie der vertikalen Komponente muss der Hund gleichzeitig auch noch bremsen (absorbieren der kinetischen Energie der horizontalen Komponente). Dies hat eine viel gr\u00f6ssere Belastung der Vorderhand zur Folge.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Eine Landung eines Sprunges in einer geraden Linie kann nur ohne \u00dcberbelastung stattfinden, wenn die Koordination des Bewegungsablaufes der Landung so gut wie m\u00f6glich ist. Wenn ein Hund sowohl eine Landung wie eine Drehung machen muss, ist die Chance gross, dass der Hund den komplizierten Bewegungsablauf dieser kombinierten Bewegungen nicht sauber ausf\u00fchren kann und somit die Belastung zur \u00dcberbelastung f\u00fchren kann. Ein Teil des Bewegungsablaufes (z. B. beugen des Ellbogens) kann im falschen Moment stattfinden und somit in der ganzen Bewegungskette zur gr\u00f6sseren Belastung f\u00fchren.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">M\u00f6gliche Folgerung dieser Tatsache:<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Im Training soll man die Drehungen der Anf\u00e4ngerhunde weniger schwierig gestalten und somit die Koordinationsanspr\u00fcche an die Hunde den F\u00e4higkeiten anpassen. Die gr\u00f6sste Schwierigkeit einer Drehung ist nat\u00fcrlich abh\u00e4ngig vom Winkel, aber viel wichtiger ist die Distanz von Landepunkt bis zum n\u00e4chstem Hindernis. Ist diese Distanz l\u00e4nger hat der Hund mehr Zeit sich auf das n\u00e4chste Hindernis einzustellen und somit ist der Anspruch an die Koordination des Bewegungsablaufes der Landung viel geringer.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Fl\u00e4cher springen<br \/>\nEine fl\u00e4chere Sprungtechnik beeinhaltet eine noch gr\u00f6ssere horizontale Verlagerung des Schwerpunktes w\u00e4hrend eines Sprunges im Vergleich mit der vertikalen Verlagerung des Schwerpunktes. Einerseits ist diese Sprungtechnik angeboren (meistens springen Belgische Sch\u00e4fer und Shelties weniger flach wie Border Collies), aber kann auch gef\u00f6rdert werden durch das Verh\u00e4ltnis der H\u00f6he der H\u00fcrde zu der Distanz zwischen der Hindernissen. Eine gr\u00f6ssere Distanz (h\u00f6here Geschwindigkeit) in Kombination mit niedrigeren H\u00fcrden fordert fl\u00e4cheres Springen.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Bei einer fl\u00e4cheren Sprungtechnik sieht man kurz vor dem Bodenkontakt (Technik der Landung \/ Belastung im Agility Teil 2) einen K\u00f6rper der relativ horizontal liegt. Der Winkel des Rumpfes mit dem Boden wird kleiner, wenn eine Hund flach springt (im Moment des Bodenkontaktes) im Vergleich mit einer steilen Sprungtechnik. Das Schulterblatt ist weiter nach vorne gerichtet, ebenso der Oberarm. Somit ist es f\u00fcr den Hund m\u00f6glich, durch maximale Streckung des Schulter- und Ellbogen-Gelenkes, eine vollkommen gestreckte Vorderhand zu erreichen. Dieser Bewegungsablauf dient dazu, so schnell wie m\u00f6glich Kontakt mit dem Boden zu bewirken. Gleichzeitig liegt der Schwerpunkt des Hundes weiter hinter der Vorderhandes im Vergleich mit einer steilen Sprungtechnik.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Diese zwei Faktoren haben zur Folge, dass es schwieriger ist, im richtigen Zeitpunkt die Beugung der Schulter- und Ellbogen-Gelenken stattfinden zu lassen. Damit ist die M\u00f6glichkeit, die Energie zu absorbieren durch die Muskeln im Schulterg\u00fcrtel- Ellbogen-Bereich viel kleiner. Die Gelenke (Schulter-Ellbogen-Gelenke und Handgelenke=&gt;Ueberstreckung) werden zus\u00e4tzlich belastet (\u00dcberbelastet?). Wegen der gr\u00f6sseren Geschwindigkeit muss der Hund auch noch mehr kinetische Energie absorbieren (1\/2 mv2 \/ Belastung im Agility: Anatomie &amp; Biomechanic).<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Bei einer steilen Sprungtechnik sieht man kurz vor der Kontaktaufnahme mit dem Boden eine gr\u00f6ssere Winkel des Rumpfes mit dem Boden. Das Schulterblatt und der Oberarm sind mehr nach unten gerichtet(Oberarm sehr oft fast senkrecht zum Boden). Wegen diese Konstellation sind Schultergelenk und vorallem Ellbogengelenk nicht ganz gestreckt (der k\u00fcrzeste Weg zum Boden verlangt einen leicht gebogenen Ellbogen). Weiter liegt der Schwerpunkt im Vergleich mit einer fl\u00e4cheren Sprungtechnik weiter vorne, manchmal sogar vor dem Ellbogengelenk<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Diese zwei Faktoren beg\u00fcnstigen die Beugung der Schulter- und Ellbogen- Gelenke. Somit kann ein grosser Teil der kinetischen Energie in den Muskeln des Schulterg\u00fcrtel- und Ellbogen- Bereiches absorbiert werden und somit sind die Gelenke (Schulter-Ellbogen-Gelenke und Handgelenke=&gt;\u00dcberstreckung) eher weniger Belastung ausgesetzt.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">M\u00f6gliche Folgerung f\u00fcr das Training<br \/>\nUm die Belastung zu veringeren soll man:<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">1.Die Distanz zwischen den H\u00fcrden kleiner machen, somit wird die Geschwindigkeit weniger gross.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">2.Die H\u00f6he der H\u00fcrde der Distanz zwischen den Spr\u00fcngen anpassen. Die Sprungh\u00f6he nicht zu niedrig. Eine niedrigere Sprungh\u00f6he hat eine flache Sprungtechnik und eine h\u00f6here Geschwindigkeit zur Folge.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Eine kleinere Geschwindigkeit hat eine verringerte kinetische Energie (die der Hund bei jeder Landung absorbieren muss) und eine steilere Sprungtechnik zur Folge, womit der Hund die Belastung der Landung \u00fcber mehrere Strukturen verteilen kann.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">M\u00f6gliche Folgerungen f\u00fcr den Parcoursbau<br \/>\nUnsere RichterInnen k\u00f6nnen diese Kenntnisse selbstverst\u00e4ndlich in ihrem Parcoursbau ber\u00fccksichtigen. Die RichterInnen sollen die Distanzen zwischen den Hindernissen nicht zu gross machen. F\u00fcr uns ist die minimale Distanz des F.C.I.-Reglements (5 Meter) die Distanz die man brauchen soll. Somit wird die Geschwindigkeit des Hundes nicht zu gross. In England ist die Distanz zwischen den Hindernissen noch weniger(4 Yards \/ 3.6 Meter). Somit bleibt die Geschwindigkeit und die Belastung noch kleiner. Hoffentlich werden die RichterInnen in der Schweiz, Deutschland und \u00d6sterreich in der Zukunft nicht mehr \u00fcber die max. Distanz (7 Meter, eigentlich regelwidrig??!) hinaus gehen, damit die Geschwindigkeit (Belastung) nicht sehr gross wird.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Auch die Drehungen k\u00f6nnen die RichterInnen anpassen an das Niveau der TeilnehmerInnen. In den unteren Leistungsklassen keine starken Drehungen in Kombination mit einer Landung. Mit der Steigung der Leistungsklasse kann man die Drehungen in Kombination mit der Landung schwieriger machen da der Hund mit seiner Erfahrung die schwierige Koordination des Bewegungsablaufes einer Landung in Kombnation mit einer Drehung bew\u00e4ltigen kann, und die Belastung nicht zur \u00dcberbelastung f\u00fchrt.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Training ist gr\u00f6ssere Belastung im Vergleich zum Wettkampf<br \/>\nNat\u00fcrlich findet w\u00e4hrend der Wettk\u00e4mpfe diese Belastung auch statt. aber wir m\u00f6chten vorallem das Gewissen der TeilnehmerInnen ansprechen. Ein Wettkampf beinhaltet 3 bis 5 mal an einem Tag w\u00e4hrend h\u00f6chstens 1 Minute zwischen 10 und 25 Hindernisse (abh\u00e4ngig von Spiel \/ Klasse). Im Training dagegen trainiert man w\u00e4hrend einer Stunde (meistens) und macht das Mehrfache von dem, was in einem Wettkampf gemacht wird. Die Belastung und sowieso die \u00dcberbelastung findet nicht in einem Wettkampf, sondern im Training statt.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">\n<strong>Kontaktzonen-Hindernissen<\/strong>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">\u00a0Der Hund l\u00e4uft (Trab oder Schritt) meistens auf den Kontaktzonen-Hindernissen im Gegensatz zu den H\u00fcrden(Galopp). Dies k\u00f6nnte die Folgerung haben, das die Belastung auf den Kontaktzonen-Hindernissen viel weniger sein w\u00fcrde. Doch scheint die heutige Form der Kontaktzonen-Hindernisse ein schwere Belastung (vorallem der Handgelenke\/Vorderf\u00fcsse) zu sein.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">\n<em>Aufgang<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Wir schauen erst den Aufgang an. Der Aufgang wird meistens mit voller Geschwindigkeit (bei einen geraden Winkel) im Galopp angegangen. Der Hund macht normale Galoppspr\u00fcnge, bis das Kontaktzonen-Hindernis betreten wird. Diese Ber\u00fchrung entspricht in sofern einer normalen Landung, dass die Energie der Landung soweit wie m\u00f6glich wieder als Energie f\u00fcr den Abstoss gebraucht wird. Der grosse Unterschied zu einer normalen Landung liegt in der Richtungs\u00e4nderung. Ein Teil der Energie (horizontale Komponente) wird umgelenkt ( Horizontal =&gt; Vertikal ). Diese Umlenkung ist selbstverst\u00e4ndlich abh\u00e4ngig von der Steilheit des Aufgangteiles der Kontaktzonen-Hindernisse (Schr\u00e4gwand wird mehr Energie umgelenkt als Laufsteg oder Wippe). Diese Umlenkung der Energie f\u00fchrt zu einer gr\u00f6sseren Belastung. Wie vorher schon gesagt wurde ist, ist die Umlenkung der Komponente der Energie bei der Schr\u00e4gwand am Gr\u00f6ssten, somit ist die Belastung auch am Gr\u00f6ssten. Wie schon vorher beschrieben, wird die Landung nur von der Vorderhand erledigt. Der Schulterg\u00fcrtel (Brustkorb zwischen den Sch\u00fclterbl\u00e4tter\/Oberarm-Knochen), Schulter- und Ellbogen-gelenke und die \u00dcberstreckung des Handgelenkes bewegen so, damit die Aufnahme des Energies \u00fcber eine so lang wie m\u00f6gliche Zeitspanne hinausverteilt wird. (Belastung = Leistung\/Zeit). Der Vorderfuss \u00fcberstreckt sich im Handgelenk soweit, dass das Fettkissen beim Handgelenk den Boden (oder das Kontaktzonen-Hindernis) ber\u00fchrt.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><em>Querlatten<br \/>\n<\/em>Auf der Schr\u00e4gwand und dem Laufsteg gibt es die Querlatten. Solange der Hund genau zwischen den Leisten auf die Hindernisse kommt, kann man die Landung mit einer Landung nach einer H\u00fcrde vergleichen. Sobald der Hund aber mit dem Fuss auf der Leiste landet, werden die Zehen in eine bestimmte Form gepresst und k\u00f6nnen die Belastung nicht mehr normal abfangen, die Zehen k\u00f6nnen gequetscht werden etc.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Landet der Hund mit dem Fussballen gerade oberhalb einer Leiste, wird das Fettkissen gerade unterhalb diese Leiste Kontakt mit dem Hindernis bekommen. Die Leiste wird dann voll zwischen dem Fettkissen und Fussballen in die Weichteile gedruckt. Diese Weichteile (Sehnen, Sehne-scheiden, B\u00e4nder und andere empfindliche Strukturen\/Belastung im Agility Teil 1) liegen vollkommen ungesch\u00fctzt da. Selbstverst\u00e4ndlich wird der Druck (Belastung) auf diese Weichteilen gr\u00f6sser, wie h\u00f6her die Querlatten sind. Die Klimlatten werden f\u00fcr den Aufgang nur gebraucht, wenn der Hund zuwenig Geschwindigkeit hat, um den h\u00f6chsten Punkt (bei der Schr\u00e4gwand) zu erreichen. Dies sieht man eher bei Minis als bei den Standards. Im heutigen Reglement hat der\/die RichterIn nat\u00fcrlich die M\u00f6glichkeit, die Wand auf 170 cm (Minis) hinunter zustellen. F\u00fcr eine seitliche Rutschsicherung sind die Leisten n\u00fctzlos. Der Belag sollte f\u00fcr die seitliche Rutschsicherung Abhilfe bringen.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><em>Abgang<\/em><br \/>\nDer Abgang auf dem Laufsteg und der Schr\u00e4gwand hat ein ganz andere Auswirkungen f\u00fcr den Hund. Auf dem Abgang findet, wie bei dem Aufgang, in dem Sinn keine Landung statt, daf\u00fcr bremst der Hund seine Geschwindigkeit w\u00e4hrend des ganzen Abganges. Das Ber\u00fchren der Kontaktzonen hat zur Folge, dass der Hund seine Geschwindigkeit kontrollieren muss. Die gr\u00f6sste Bremst\u00e4tigkeit f\u00fchrt der Hund mit der Vorderhand aus. Die R\u00fcckhand hat nur eine Funktion f\u00fcr das Gleichgewicht. W\u00e4hrend der Bremst\u00e4tigkeit ber\u00fchrt der Hund die Qeurlatten mehrmals. Diese Leisten braucht der Hund um die Geschwindigkeit kontrollieren zu k\u00f6nnen. Jedes Mal werden die Zehen des Vorderhandes in ein bestimmten Form gedr\u00fcckt. Je Rutschsicherer der Belag ist, umso weniger braucht der Hund die Leiste, um die Geschwindigkeit zu kontrollieren, und umso weniger werden die Zehen gequetscht. Am Schlimmsten sind nat\u00fcrlich die Schr\u00e4gw\u00e4nde, wo der Hund von Leiste nach Leiste hinunterrutschen muss, um \u00fcberhaupt die Geschwindigkeit kontrollieren zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><em>Folgerungen<br \/>\n<\/em>Sehr viele der h\u00e4ufig vorkommenden Verletzungen bei Agility-Hunde kann man auf die Belastungen auf den Kontaktzonen-Hindernissen zur\u00fcckf\u00fchren. Kapute Sesamknochen, Arthrose in den Handgelenken, Sehnenverletzungen und Sehnenscheideentzundungen kann man erkl\u00e4ren, als Folge der Belastung auf den Kontaktzonen-Hindernissen. Die gr\u00f6sste Belastung auf den Kontaktzonen-Hindernissen findet in zwei Bereichen statt:<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Der Aufgang wegen der Landung mit gleichzeitiger Richtungs\u00e4nderung.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Die Klimmlatten wegen der grossen Belastung auf die Zehen beim Abgang und zus\u00e4tzlich der Druck auf die Weichteile\/Zehen in der Landung bei der Aufgang.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Die Belastung k\u00f6nnte man verringern, wenn man folgende Sachen anpassen w\u00fcrde:<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Den h\u00f6chsten Punkt der Schr\u00e4gwand hinunter verlagern. Dies hat zur Folge, dass die Richtungs\u00e4nderung w\u00e4hrend der Landung auf den Aufgang nicht mehr so gross ist (Belastung w\u00e4hrend der Landung auf den Aufgang nimmt ab) und die Belastung auf den Zehen w\u00e4hrend des Abganges nimmt ab, weil der Hund nicht mehr so fest bremsen muss.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Ein Aufgang, der w\u00e4hrend der Landung ein wenig mit der Bewegung des Hundes mitgehen w\u00fcrde; ein federnde Aufgang. Diese Einfederung w\u00fcrde die Zeitspanne der Landung verl\u00e4ngern und somit die Belastung verringern.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Die Rutschsicherheit der Kontaktzonen verbessern. Diese Verbesserung w\u00fcrde die Belastung w\u00e4hrend des Abganges auf die Zehen verringern. Man k\u00f6nnte ein so gute Rutschsicherung verlangen, dass die Klimmlatten \u00fcberhaupt nicht mehr notwendig w\u00e4ren. Selbstverst\u00e4ndlich muss man ein an den Unterschied zwischen Wippe und Laufsteg f\u00fcr den Hund denken (z.B. gemalte Qeurstreifen). Im Reglement hat es diesen Unterschied gegeben (Laufsteg mit und Wippe ohne Klimmlatten). Die EM in Linz in 1993 hat gezeigt, dass den Hund die Unterschied zwischen dem Laufsteg und der Wippe auf Grund der Klimmlatten erkennt. In Linz hat es sehr viel \u201eFlieger&#8220;-Fehler auf der Wippe gegeben, weil die Wippe, wie der Laufsteg, auch Klimmlatten gehabt hat, und die Hunde der Wippe als Laufsteg angeschaut haben. Das FCI-Reglement hat, seit 1996, auf dieses Problem reagiert und auf der Wippe sind keine Klimmlatten mehr erlaubt.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Wenn es \u00fcberhaupt weiterhin noch Klimmlatten braucht, soll man diese so flach wie m\u00f6glich halten. Dies w\u00fcrde die Weichteile beim Handgelenkes des Vorderhandes weniger zusammenstauchen. Eine andere M\u00f6glichkeit w\u00e4re, die Klimmlatten beim Aufgang bis z.B. ein Meter unterhalb des h\u00f6chsten Punktes ganz weg zu lassen, somit das Zusammenstauchen der Weichteile komplet vermeiden. Nat\u00fcrlich ist die Wand dann nur noch von einer Seite zu begehen.\u00a0<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Slalom\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/strong>\u00a0\u00a0<br \/>\n\u00a0<br \/>\nDer Slalom ist ein Hindernis, das auf Spitzenniveau, sehr spektakul\u00e4r aussieht: Ein schwieriger Slalom-eingang, richtig ausgef\u00fchrt, nachher gefolgt von einem schnellen, spektakul\u00e4ren Durchgang, ist ein Akt, der nicht nur von Insider des Agilitysportes bewundert wird. Doch ist der Slalom ein Hindernis, vorallem bei einer hohen Geschwindigkeit, das eine grosse Belastung f\u00fcr den Hund hervorruft. Nicht nur die Gelenke, B\u00e4nder und Knochen werden belastet, auch die Muskeln m\u00fcssen eine grosse Leistung bringen. Jeder Agilityaner weiss, wenn sein Hund mehrere Male in kurzer Zeit den Slalom macht, dieser sehr ins Schnaufen (Sauerstoff-Aufnahme) kommt. Wahrscheinlich ist der Slalom, vom physischen Blickwinkel her, das schwerste Hindernis im Agility.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Die Bewegungsabl\u00e4ufe, die beim Slalom wichtig sind, k\u00f6nnen am Besten in drei Abl\u00e4ufe unterteilt werden; der Bewegungsablauf vor dem Eingang in den Slalom, Der Bewegungsablauf w\u00e4hrend des Einganges und w\u00e4hrend des weiteren Verlaufes des Slaloms.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><em>Eingang<\/em><br \/>\nBei der Besprechung der Bewegungsablauf der Eingang wird ausgegangen von einem geraden Eingang (die L\u00e4ngsrichtung des Slaloms und die Laufrichtung des Hundes vor dem Slalom befinden sich auf einer Linie) und einem schnellen Hund.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Der Hund bremst kurz vor dem Slalom, weil die Geschwindigkeit im Slalom (eine Zeit von ca. 2\u2019\u2019 bei einem 12-er Slalom von ca. 5.5 m L\u00e4nge &lt;Zwischenraum zwischen den einzelnen Stange ca 50 cm&gt; gibt eine Geschwindigkeit von ca. 2.25 m\/s) viel geringer ist wie zwischen den Spr\u00fcngen und Tunnels (bis 7 m\/s). W\u00e4hrend der Bremst\u00e4tigkeit beginnt der Hund, seinen Schwerpunkt schon nach unten zu verlagern. Dies braucht der Hund, um so effizient wie m\u00f6glich, die Slalom-Bewegung zu machen; der Hund kann seine Beine somit weiter nach Aussen bewegen. Beim Eingang macht der Hund im richtigen Moment eine abrupte Bewegung nach links, obwohl seine Brems-man\u00f6ver immer noch im Gang ist. Diese seitliche Bewegung zeigt oft den gleichen motorischen Bewegungsablauf wie der Bewegungsablauf im weiteren Verlauf des Slaloms. Aus dieser seitlichen Bewegung wird die Bewegung f\u00fcr den weiteren Verlauf des Slaloms eingesetzt.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">F\u00fcr den andere Arten der Slalomeingangs (von links oder rechts) gelten im Prinzip die gleichen Bewegungen (bei einem selbst\u00e4ndigen Eingang), wird die seitliche Bewegung mehr (Eingang von links) oder weniger bis gar nicht (Eingang von rechts) gemacht.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><em>Verlauf<\/em><br \/>\nF\u00fcr die Bewegung im weiteren Verlauf eignet sich der Hund eine Bewegung an, die in einem Rhytmus ausgef\u00fchrt wird. Der Hund entwickelt ein Bewegungsmuster, das f\u00fcr den Hund am effektivsten ist; so schnell wie m\u00f6glich durch den Slalom mit so wenig wie m\u00f6gliche k\u00f6rperlicher Anstrengung.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Die geringste k\u00f6rperliche Anstrengung wird erreicht, wenn der Hund sein K\u00f6rper so wenig wie m\u00f6glich seitw\u00e4rts bewegen muss und so wenig wie m\u00f6glich in B\u00f6gen. Der Hund bewegt seine Beine (relativ wenig Masse) so weit wie m\u00f6glich nach Aussen um den Rumpf (hat ein viel gr\u00f6sseren Anteil an Masse) so nahe wie m\u00f6glich an den Slalomstangen zu halten. Mit dieser Aktivit\u00e4t bleibt die seitliche Bewegung des Rumpfes so klein wie m\u00f6glich.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Die M\u00f6glichkeit die B\u00f6gen des K\u00f6rpers zu verringern sind beschr\u00e4nkt durch den K\u00f6rper-L\u00e4nge des Hundes im Zusammenhang mit der Distanz zwischen den einzelnen Slalomstangen. Ein Hund mit einer relativ kurzen K\u00f6rperl\u00e4nge soll seinen Rumpf nur in einem Bogen gleichzeitig bewegen, um den Slalom zu bew\u00e4ltigen. Ist der Rumpf relativ lang, gibt es Momente innerhalb des Slaloms, wo der Hund sich um drei Stangen gleichzeitig befindet, und somit sich mit zwei gegengestellten B\u00f6gen im Rumpf bewegen muss.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Dieser Unterschied in der Bewegung hat zur Folge, dass es zwei Arten gibt, wie den Hund den Slalom bew\u00e4ltigen kann: die Einseitige und Zweiseitige Slalomtechnik. Diese Benennung basiert auf die Technik der Vorderhandes. Der Hund braucht ein oder zwei Vorderbeine an jeden Seite des Slaloms.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><em>Einseitige Bewegung<br \/>\n<\/em>Bei der einseitigen Technik bremst der Hund mit einem Vorderbein und gleichzeitig st\u00f6sst er wieder ab, um den Rumpf so nahe wie m\u00f6glich an der Slalom-Stange zu halten. Diese Technik wird am meisten gebraucht von Hunde mit einer relativ langen K\u00f6rperl\u00e4nge im Verh\u00e4ltniss zu der Distanz zwischen den einzelnen Slalom-Stangen. Weil die R\u00fcckhand des Hundes den letzten Bogen noch nicht fertig erledigt hat, w\u00e4hrend die Vorderhand schon den n\u00e4chste gegenseitigen Bogen eingesetzt hat, kann der R\u00fccken des Hundes nicht gen\u00fcgend um den K\u00f6rper-L\u00e4ngs-Achse drehen, um beide Vorderbeine nach Aussen bewegen zu k\u00f6nnen und muss mit einem Vorderbein die ganze Brems- und Abstoss-Bewegung f\u00fcr den n\u00e4chsten Bogen machen.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Die R\u00fcckhand wird bei der einseitigen Technik fast nicht gebraucht. Der hintere Teil des R\u00fcckens befindet sich noch in der anderen Bogenrichtung und somit kann die R\u00fcckhand nur die Funktion des Gewichtstragen \u00fcbernehmen.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><em>Zweiseitige Bewegung<br \/>\n<\/em>Bei der zweiseitige Bewegungstechnik wird die Brems- und Abstossbewegung mit beiden Vorderbeinen gleichzeitig an einer Seite der Slalomstangen-Reihe gemacht. Diese Technik hat genau gleich zum Ziel, den K\u00f6rper so nahe wie m\u00f6glich an der Slalomstange zu halten und wird am Meisten gebraucht von Hunde, die ein relativ kurze K\u00f6rperl\u00e4nge haben. Der Rumpf bewegt sich nur in einem Bogen, somit kann der Hund sich gen\u00fcgend um die (K\u00f6rper-L\u00e4ngs-Achse) drehen um beide Vorderbeine f\u00fcr den seitliche Abstoss und das Bremsman\u00f6ver einsetzen. Sobald die Vorderhand den Abstoss erledigt hat, folgt der Abstoss der R\u00fcckhand<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><em>Belastungen bei zweiseitiger Bewegung<\/em><br \/>\nBei der zweiseitigen Technik verlagert der Hund den K\u00f6rper zwischen den Stangen, wo bei jede Stange der K\u00f6rper in eine andere Richtung biegt. Eigentlich muss der Hund w\u00e4hrend des Slaloms (zwischen 7 und 11 mal) bremsen, sein K\u00f6rper in die andere Richtung biegen und wieder abstossen. Die Vorderhand wird belastet w\u00e4hrend das Bremsen, R\u00fccken ist der gr\u00f6ssten Belastung w\u00e4hrend des Bogenmachens ausgesetzt und das Abstossen ergibt am meisten Belastung f\u00fcr die Vorder- und R\u00fcckhand. Die Belastung des Abstossens ist im Vergleich mit Bremsen und das Biegen des K\u00f6rpers zu verharmlosen, somit ist die Vorderhand und R\u00fccken der gr\u00f6ssten Belastung ausgesetzt.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><em>Belastung bei einseitiger Bewegung<br \/>\n<\/em>Die Leistung bei der einseitige Bewegung ist genau gleich. Doch die Belastung ist viel gr\u00f6sser. Vorallem der R\u00fccke und Vorderhand sind viel gr\u00f6ssere Belastungen ausgesetzt. Die verlangte Leistung der Vorderhand wir nur von einem Vorderbein ausgef\u00fchrt und der R\u00fccken wird auf zwei Arten zus\u00e4tzlich belastet.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Im R\u00fccken sieht man S-Kurven enstehen, weil der R\u00fccken zwei gegengleiche B\u00f6gen verarbeiten muss. Neben den zwei gegengleichen B\u00f6gen im Horizontalen, macht der Hund bei jedem Bogen eine Drehung um die K\u00f6rper-L\u00e4ngs-Achse, um die Beine nach Aussen bewegen zu k\u00f6nnen. Weil die R\u00fcckhand noch mit ei-nem gegengleichen Bogen besch\u00e4ftigt ist, ist der R\u00fccken (insofern m\u00f6glich) auch mit einer gegengleichen Drehung um die K\u00f6rper-L\u00e4ngs-Achse gedreht. Dieser gegengleiche Bogen und diese gegengleiche Drehung um die K\u00f6rper-L\u00e4ngs-Achse ergibt eine viel gr\u00f6ssere Belastung auf die Muskeln, B\u00e4ndern, Sehnen und Wirbeln-Gelenke und -Bandscheiben im Vergleich zu der zweiseitigen Bewegung.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Das Bremsen und Abstossen wird nur von einem Vorderbein erledigt. Dies ergibt selbstverst\u00e4ndlich die doppelte Belastung im Vergleich zu der zweiseitigen Technik. Weil der R\u00fccken zwei gegengleiche Drehungen um die K\u00f6rper-L\u00e4ngs-Achse macht, reicht es f\u00fcr die Drehung um die K\u00f6rper-L\u00e4ngs-Achse im Vorderhand-Bereich und R\u00fcckhand-Bereich nicht ganz. Um dies Defizit f\u00fcr die Vorderhand zu kompensieren, dreht das eine Vorderbein noch weiter nach Aussen und w\u00e4hrend der Abstoss weiter nach Innen.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Durch diese zus\u00e4tzlich Rotation im Vorderbein gibt es ein gr\u00f6ssere Belastung f\u00fcr das Ellbogen- und Schultergelenk. Weil die R\u00fcckhand wegen das Rotations-Defizites um die K\u00f6rper-L\u00e4ngs-Achse zuwenig nach Aussen gebracht werden kann f\u00fcr den Abstoss, wird die verlangte Leistung f\u00fcr den Abstoss auch noch von den Vorderhand gemacht. Die R\u00fcckhand kann nur das Gewicht der R\u00fcckhand tragen. Dies alles zusammen f\u00fchrt zu einere viel gr\u00f6sseren Belastung f\u00fcr die Vorderhand im Vergleich zu den zweiseitigen Technik.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><em>Folgerungen<\/em><br \/>\nAus diesen Artikel entnimmt man, dass die Belastung bei der einseitigen Technik viele Male gr\u00f6sser ist als bei der zweiseitigen Technik. Wir sollten probieren, dass alle Hunde die zweiseitige Technik machen k\u00f6nnten. Es gibt deutliche Anzeichen, dass wenn eine Hund die M\u00f6glichkeit (ein optimales Verh\u00e4tltniss &lt;K\u00f6rperl\u00e4nge : Distanz zwischen einzelnen Slalomstangen&gt;) hat, zu w\u00e4hlen zwischen beiden Techniken, er die zweiseitige Technik ausw\u00e4hlt. Mehrere Hunde zeigen eine zweiseitige Technik wenn die Distanz gr\u00f6sser ist (50cm im Vergleich mit 60-65 cm). Ein Hund versucht mit ein Minimum an Energieaufwand die maximale Geschwindigkeit zu entwickeln. Die zweiseitige Technik braucht weniger Energie. Eine gr\u00f6ssere Distanz zwischen den einzelnen Stangen k\u00f6nnte eine L\u00f6sung sein, um die Belastung im Slalom f\u00fcr den Hunde mit einer l\u00e4ngeren K\u00f6rperl\u00e4nge (sprich Mehrheit der Standard-Kategorie) zu senken.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Die Hunde mit ein relative kurzen K\u00f6rperl\u00e4nge k\u00f6nnen bei einer zu langen Distanz zwischen den einzelnen Slalomstangen nicht mehr den Rythmus finden; die Slalom wird dann zu 12 Hindernissen (12 Stangen). Eine zu lange Distanz zwischen den einzelnen Stangen w\u00e4re f\u00fcr die Hunde mit relativ kurzer K\u00f6rperl\u00e4nge (sprich Mini-Kategorie) nicht zu empfehlen.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Um die Belastung im Slalom zu verringern, k\u00f6nnte man f\u00fcr jede Kategorie ein eigener Slalom definieren, wo die Mehrheit der Hunde die zweiseitige Technik ausf\u00fchren w\u00fcrden. Im Agility werden die Kategorien nicht auf K\u00f6rperl\u00e4nge, sondern auf Widerristh\u00f6he eingeteilt. Diese Widerristh\u00f6he ist aber bei den meisten Hunden im Verh\u00e4ltnis zu ihrer K\u00f6rperl\u00e4nge. (Dackel, Deutsche Sch\u00e4fer etc. als Ausnahmef\u00e4lle)<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Die Wichtigkeit, die Belastung zu verringern wird noch unterstrichen wenn man realisiert, dass die Mehrheit der Hunde (60-70%), \u00e4lter als f\u00fcnf Jahre, Spondylose (Wucherung der Knochen) bekommen. Die \u00dcberbelastung vom R\u00fccken mit Spondylose tritt viel schneller auf.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Dierenartspraktijk Mouwen\u00a0<a href=\"http:\/\/www.mouwen.nl\/\">http:\/\/www.mouwen.nl\/<\/a> , danke f\u00fcr das \u00dcberlassen der Berichte!!<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">\nUnsere Hunde sind keine Sportger\u00e4te, sondern in erster<br \/>\nLinie unsere Freunde\/Familienmitglieder. Das wir uns um<br \/>\nihre Gesundheit sorgen, ist selbstverst\u00e4ndlich.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Agility ist eine wundersch\u00f6ne Sportart. Allzu gro\u00dfer<br \/>\nEhrgeiz f\u00fchrt jedoch nicht selten zu irreparablen Sch\u00e4den<br \/>\nan den Gelenken des Hundes. Wer Agility betreibt, sollte sich<br \/>\ndeshalb \u00fcber die Belastung des Hundes in dieser schnellen<br \/>\nSportart ein Bild machen.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong><em>Der nachfolgende Bericht \u00fcber Belastung im Agility wurde von<br \/>\nBirgit und Uwe Engert verfasst<\/em><\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">\u201cJeder verantwortungsvolle Hundesportler sollte ganz bewu\u00dft darauf achten,<br \/>\nda\u00df sein Vierbeiner physisch (und nat\u00fcrlich auch psychisch)<br \/>\nnicht \u00fcberbelastet wird. Dies gilt im besonderen bei Welpen und Junghunden,<br \/>\nsowie bei Vierbeinern ab etwa einem Alter von sieben Jahren.<br \/>\nBeim \u00e4lteren Hund ist auf jeden Fall ein sensibler Umgang mit<br \/>\nseiner Gesundheit anzuraten. Viele begeisterte Hundesportler merken oft<br \/>\ngar nicht, da\u00df ihr Vierbeiner sich nicht mehr ganz so elastisch abfedern kann,<br \/>\nwenn er ein Sprunghindernis bew\u00e4ltigt, wie noch vor einiger Zeit.<br \/>\nGerade in der Standardklasse (Sprungh\u00f6he zwischen 55 &#8211; 65 cm)<br \/>\nsind sich die HF oft nicht bewu\u00dft, welche Belastungen<br \/>\nan Sehnen, B\u00e4ndern, Gelenken und Muskulatur ihres Vierbeiners entstehen,<br \/>\nwenn er auch nur einen Parcourslauf absolviert. Wie gedankenlos einige<br \/>\nSportler, die einen \u00e4lteren Agilityhund f\u00fchren, manchmal mit dieser<br \/>\nProblematik umgehen, erkennt man z. B. an folgendem Kommentar:<br \/>\n\u201cEr ist doch noch topfit und hatte noch nie Gelenkprobleme.\u201d<br \/>\nEin verantwortungsbewu\u00dfter Hundef\u00fchrer, der in erster Linie das Wohl<br \/>\nseines Hundes im Auge hat, w\u00fcrde sich allerdings fragen, wie lange dieser<br \/>\nZustand noch so bleibt?!<br \/>\nSelbstverst\u00e4ndlich kommen Gelenksch\u00e4den auch bei normal belasteten<br \/>\nFamilienhunden vor. Allerdings sollte der Agility-Sportler wissen, da\u00df<br \/>\n\u00a0das diesbez\u00fcgliche Risiko im Hundesport<br \/>\nungleich gr\u00f6\u00dfer ist, und bei einem \u00e4lteren Hund durch die Abnahme<br \/>\nder Knochenelastizit\u00e4t mit der Zeit immer mehr zunimmt.<br \/>\nSollte man nach Kenntnis dieser Fakten seinen fast unmerklich<br \/>\nin die Jahre gekommenen Vierbeiner trotzdem so lange Standardh\u00f6he<br \/>\nspringen lassen, bis er die erste Lahmheit zeigt?<br \/>\nJeder gewissenhafte Hundebesitzer wird diese Frage mit<br \/>\neinem klaren \u201cNein\u201d beantworten.<br \/>\nNicht umsonst wurde die Seniorenklasse eingerichtet.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Junghunde, egal welche Widerristh\u00f6he sie mal bekommen, sollten<br \/>\ngrunds\u00e4tzlich im Training die Mini-Sprungh\u00f6he bevorzugen.<br \/>\nMan kann sie immer noch an die jeweilige Pr\u00fcfungssprungh\u00f6he gew\u00f6hnen,<br \/>\nwenn sie vom K\u00f6rperbau her ausgewachsen sind. Es gibt auch<br \/>\nviele Hundef\u00fchrer, die keine Pr\u00fcfungsturniere laufen m\u00f6chten.<br \/>\nDenen w\u00fcrde ich grunds\u00e4tzlich raten, ein Agility-Training immer<br \/>\n\u201cnur\u201d in Mini-Sprungh\u00f6he zu absolvieren.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Ein weiterer Vorteil in der Seniorenklasse ist es, dass nicht mehr<br \/>\nSchnelligkeit, sondern haupts\u00e4chlich ein fehlerfreier Lauf gefragt ist.<br \/>\n\u00a0Dieses Kriterium vermindert zus\u00e4tzlich die Belastung und kommt dem<br \/>\neigentlichen Sinn des Agilitysports am n\u00e4chsten. L\u00e4sst man seinen \u00e4lteren<br \/>\nHund trotzdem weiterhin in der Standardklasse starten, so sollte man sich<br \/>\nernsthaft fragen, ob nicht unangebrachter Ehrgeiz der wahre Grund daf\u00fcr ist?<br \/>\nOder will man es einfach nicht wahrhaben, dass der \u00fcber alles geliebte<br \/>\nPartner Hund \u00e4lter wird?<br \/>\nVielleicht m\u00f6chte man aber auch nur durch die Teilnahme an einem<br \/>\n\u00a0Pr\u00fcfungsturnier und dem damit verbundenen permanentem Training<br \/>\nmit maximaler Sprungh\u00f6he sich und anderen beweisen, zu welchen Leistungen<br \/>\nman gemeinsam mit seinem \u00e4lteren Hund noch f\u00e4hig ist. Egal, was den<br \/>\nHundef\u00fchrer letztendlich dazu veranlasst, seinem in die Jahre gekommenen Vierbeiner<br \/>\nStandardh\u00f6he zuzumuten, fest steht, er tut ihm keinen Gefallen damit.<br \/>\nOb Pr\u00fcfungslauf oder Seniorenklasse, f\u00fcr den Hund stellen die<br \/>\nunterschiedlichen Kategorien bez\u00fcglich der Auslastung im k\u00f6rperlichen<br \/>\nund seelischen Bereich keinen Unterschied dar.<br \/>\nDer Schwierigkeitsgrad des Parcours entspricht in der<br \/>\nSeniorenklasse etwa der A2-Kategorie.<br \/>\nBei einem einzelnen Sprung in Standardh\u00f6he kann man nat\u00fcrlich nicht von<br \/>\neiner gro\u00dfen Gelenkbelastung ausgehen. Allerdings sieht das w\u00e4hrend<br \/>\neiner \u00dcbungsstunde, die \u00fcblicherweise einen kompletten Parcourslauf<br \/>\nund ein Sequenztraining enth\u00e4lt, ganz anders aus.<br \/>\nDie Belastung potenziert sich um ein vielfaches, wobei der Slalom und<br \/>\ndie A-Wand dabei die gr\u00f6\u00dfte und oft untersch\u00e4tzte Belastung darstellen.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Marco Mouwen, der Agility-Doppelweltmeister von 1997, der neben<br \/>\nseiner Agilityschule in der Schweiz auch eine Physiotherapiepraxis<br \/>\nf\u00fcr Hunde betreibt, \u00e4ussert sich diesbez\u00fcglich in einer Abhandlung wie folgt:<br \/>\n\u201cAgility ist ein relativ junger Sport. Die Hindernisse sind<br \/>\nin einer Zeit entwickelt worden, als die Hunde die Parcours noch nicht<br \/>\nso schnell absolvierten. Die Hindernisse sind gleich geblieben,<br \/>\naber der Sport ist sehr viel schneller geworden.<br \/>\nDie Belastung auf den Hund hat deshalb auch zugenommen,<br \/>\nund somit ist auch eine gr\u00f6ssere Verletzungsm\u00f6glichkeit gegeben.<br \/>\nDie Gefahr von Verletzungen kann nur auftreten, wenn<br \/>\nder Hund einer \u00dcberbelastung auf ein oder mehrere K\u00f6rperteile<br \/>\n(K\u00f6rperstrukturen) ausgesetzt ist. Es ist klar, dass im Agility<br \/>\n\u00a0ein Hund einer erh\u00f6hten Belastung (im Vergleich mit einem Familienhund)<br \/>\nauf Strukturen des K\u00f6rpers ausgesetzt ist.<br \/>\nSehr viele der h\u00e4ufig vorkommenden Verletzungen bei Agilityhunden<br \/>\nkann man auf die Belastung an den Kontaktzonenhindernissen zur\u00fcckf\u00fchren.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Kaputte Sesamknochen, Arthrose in den Handgelenken, Sehnenverletzungen<br \/>\nund Sehnenscheidenentz\u00fcndungen kann man als Folge der Belastung an den<br \/>\nKontaktzonenhindernissen erkl\u00e4ren. Die gr\u00f6\u00dfte Belastung an den<br \/>\nKontaktzonenhindernissen findet in zwei Bereichen statt:<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">1. Der Aufgang &#8211; wegen der Landung mit gleichzeitiger Richtungs\u00e4nderung.<br \/>\n\u00a0<br \/>\n2. Die Klimmlatten &#8211; wegen der gro\u00dfen Belastung auf die Zehen beim Abgang,<br \/>\nund zus\u00e4tzlich der Druck auf die Weichteile \/ Zehen in der Landung<br \/>\nbeim Aufgang.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Beim Slalom bremst der Hund mit einem Vorderbein und gleichzeitig st\u00f6\u00dft er<br \/>\nwieder ab, um den Rumpf so nahe wie m\u00f6glich an die Slalomstange zu halten.<br \/>\nDiese einseitige Technik wird meist von Hunden mit einer relativ langen<br \/>\nK\u00f6rperl\u00e4nge im Verh\u00e4ltnis zur Distanz zwischen den<br \/>\neinzelnen Slalomstangen angewandt. Weil die R\u00fcckhand des Hundes den<br \/>\nletzten Bogen noch nicht fertig erledigt hat, w\u00e4hrend die Vorderhand schon<br \/>\nden n\u00e4chsten gegenseitigen Bogen eingesetzt hat,<br \/>\nkann der R\u00fccken des Hundes nicht gen\u00fcgend um die K\u00f6rper-L\u00e4ngsachse<br \/>\ndrehen, um beide Vorderbeine nach au\u00dfen bewegen zu k\u00f6nnen, und mu\u00df<br \/>\nmit einem Vorderbein die ganze Brems- und Absto\u00dfbewegung f\u00fcr den<br \/>\nn\u00e4chsten Bogen machen. Die R\u00fcckhand wird dabei fast nicht gebraucht.<br \/>\nDer hintere Teil des R\u00fcckens befindet sich noch in der anderen<br \/>\nBogenrichtung und somit kann die R\u00fcckhand nur die Funktion des<br \/>\nGewichttragens \u00fcbernehmen. Des weiteren kann man von einer h\u00f6heren<br \/>\nBelastung ausgehen, je gr\u00f6\u00dfer die Abst\u00e4nde zwischen den einzelnen<br \/>\nHindernissen sind. So sollten \u00fcberwiegend 5 m nicht \u00fcberschritten<br \/>\nwerden, da sich ansonsten die Geschwindigkeit des Hundes erh\u00f6ht, und<br \/>\nder Druck auf die Gelenke damit gr\u00f6\u00dfer wird.<br \/>\nHier sind kompetente Richter und Trainer gefragt!<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Die Wichtigkeit, die Belastung zu verringern wird noch unterstrichen,<br \/>\nwenn man realisiert, da\u00df die Mehrheit der \u00e4lter als f\u00fcnf Jahre<br \/>\nalten Hunde (60 -70 %) Spondylose (Wucherung an den Knochen) bekommen.<br \/>\nDie \u00dcberbelastung vom R\u00fccken bei Spondylose tritt viel schneller auf.<br \/>\n\u00a0Leider ist es auch ein weitverbreiteter Irrglaube, da\u00df ein<br \/>\nvermehrtes Agilitytraining zu besseren Leistungsergebnissen f\u00fchren w\u00fcrde.<br \/>\nDiesbez\u00fcgliche Beobachtungen ergaben n\u00e4mlich das genaue Gegenteil.<br \/>\nG\u00f6nnt man dem ausgebildeten Agilityhund ab und zu mal eine Trainingspause,<br \/>\n\u00a0und achtet darauf, da\u00df man nur einmal in der Woche an einer \u00dcbungsstunde<br \/>\nteilnimmt, dann ist die Motivation,<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Konzentration und das damit verbundene Leistungspotential viel h\u00f6her. Hier gilt:<br \/>\nDas sch\u00f6nste Spiel wird langweilig, wenn man es st\u00e4ndig spielt.<br \/>\nViele mittlerweile desinteressierte Agilityhunde, die \u00fcber l\u00e4ngere Zeit<br \/>\n\u00a0ein vermehrtes Training absolvierten, und gleichzeitig von einem Turnier<br \/>\n\u00a0zum anderen geschleppt wurden, belegen dies. L\u00e4\u00dft man es erst<br \/>\nsoweit kommen, dann hilft erfahrungsgem\u00e4\u00df auch keine noch<br \/>\nso gute Motivation mehr. Effektives Agility-Training, wobei auf Qualit\u00e4t<br \/>\nund nicht auf Quantit\u00e4t geachtet wird, ist deshalb empfehlenswert.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Anf\u00e4ngerteams sollten hingegen kontinuierlich zweimal in der Woche<br \/>\nzum Training kommen. Allerdings sind bei ihnen eher k\u00fcrzere \u00dcbungseinheiten<br \/>\nmit intensiver Motivation sinnvoll.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Sieht man die vorgenannten Argumente in ihrer Gesamtheit, so wird jeder<br \/>\nverantwortungsvolle Agilitytrainer an das Gewissen seiner \u00dcbungsteilnehmer<br \/>\nappellieren und ihnen bewu\u00dft machen, da\u00df es keine andere Hundesportart gibt,<br \/>\nbei der eine so hohe Belastung auf Sehnen, Knochen, Gelenke und Muskulatur wirkt.<br \/>\nUnd damit sollte sehr sensibel umgegangen werden, denn meist sind einmal<br \/>\neingetretene Gelenksch\u00e4den irreparabel.\u201d<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Belastung im Agility Einleitung zum Thema und and Autoren Thema Agility ist ein relativ junger Sport. Die Hindernisse sind in einer Zeit entwickelt worden, als die Hunde die Parcours noch nicht so schnell absolvierten. Die Hindernisse sind gleich geblieben, aber der Sport ist viel schneller geworden. Die Belastung auf den Hund hat wegen dem auch [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"parent":14,"menu_order":8,"comment_status":"open","ping_status":"open","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-1456","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.pudelzucht-jakob.de\/pudelzucht\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/1456","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.pudelzucht-jakob.de\/pudelzucht\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.pudelzucht-jakob.de\/pudelzucht\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.pudelzucht-jakob.de\/pudelzucht\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.pudelzucht-jakob.de\/pudelzucht\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1456"}],"version-history":[{"count":8,"href":"http:\/\/www.pudelzucht-jakob.de\/pudelzucht\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/1456\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1458,"href":"http:\/\/www.pudelzucht-jakob.de\/pudelzucht\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/1456\/revisions\/1458"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.pudelzucht-jakob.de\/pudelzucht\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/14"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.pudelzucht-jakob.de\/pudelzucht\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1456"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}